Besuch aus den Niederlanden

Aus dem niederländischen Friesland sind sie gekommen, um den sechs Wochen alten „Indiana Jones“ zu sehen: Fanny, die Besitzerin und Silvia, die Züchterin von Jonnys Papa „Unique Edition vom Burgseeli“ genannt Fender. Und sie sind gleich seinem Charme erlegen. Ja, der kleine schwarze Wuschelbär mit seinen dunkelblauen Knopfaugen und dem selbstbewussten Auftreten ist schon unwiderstehlich.

Sogar seine Mama kann ihm nicht böse sein, wenn er sie in die Nase zwickt. Sie macht ein Spiel daraus, reißt ihr großes Maul auf als wolle sie ihn verschlingen und beißt doch nur ganz vorsichtig zu. Nur wenn es um Futter geht, wird er gemaßregelt. Als er Princesse beim Kauen eines Stücks getrockneten Pansen störte und dabei nicht auf ihr leises Knurren reagierte, bekam er eine Lektion, die ihn doch ganz furchtbar erschreckt hat. Ich bin sicher, sie hat ihn kaum berührt aber er lief laut schreiend davon. Seitdem ist er ihr gegenüber deutlich respektvoller geworden.

Er ist jetzt in dem Alter, wo er ausprobiert, was man sich so alles erlauben kann. Das Zwicken in Beine und Füße gehört dazu und muss umgehend gemaßregelt werden. Wenn er es bei unserer kleinen Enkelin macht, schubst sie ihn ganz energisch weg und holt dann ein Spielzeug, um ihn damit abzulenken. Das klappt in den meisten Fällen recht gut, ansonsten greife ich natürlich ein.

Seine Entdeckerlust ist auch größer geworden und so entwischt er manchmal unter dem Zaun durch in den oberen Teil des Gartens. Unser ziemlich verwildeter Garten lädt geradezu zum Verstecken ein, und ich habe schon manches Mal auf der Suche nach einem der Hunde in den Brombeerranken festgehangen. Also schnappe ich mir den kleinen Kerl und bringe ihn auf die große, eingezäunte Wiese bevor er in irgendwelchen Büschen verschwindet. Dort hat er Platz zum Schnüffeln und Entdecken soviel er will.