Morgens um 6 Uhr ist der Bär los

Jonny ist ein ganz lieber kleiner Kerl. Besonders gut gefällt mir, dass er nachts durchschläft. Nach seiner letzten Mahlzeit etwa um Mitternacht meldet er sich erst nach sechs Stunden wieder. Ich finde das sehr rücksichtsvoll von ihm. Aber dann um 6 Uhr in der Frühe ist er quietschemunter. Die drei Großen schnarchen ungerührt weiter und ich muss Elli wecken, um sie an ihre Mutterpflichten zu erinnern. Während er bei seiner Mama nuckeln darf, mache ich sein Frühstück fertig, denn satt wird er bei Elli schon lange nicht mehr. Inzwischen frisst er Welpenbrei, der aus eingeweichtem Trockenfutter besteht, oder ich bereite ihm Welpenmilch aus Milchpulver zu, die er dann aus einem kleinen Napf trinkt.  Manchmal gibt es auch mageres, rohes Hackfleisch, dass er am liebsten frisst.

Was mir auch sehr gut an Jonny gefällt ist, dass er sehr schnell etwas Neues lernt. So hat er sich schon nach kurzer Zeit an die Welpentoilette gewöhnt und benutzt dieses flache viereckige Ding mit der Papiereinlage ganz häufig und nur selten geht ihm etwas daneben.

Wenn Jonny satt und zufrieden ist, möchte er bitteschön beschäftigt werden. Da die drei großen Schnarchnasen zu der frühen Stunde noch keine Lust auf Welpenspiele haben, bin ich also dran. Ich muss sagen, so ein morgendliches Spiel macht wach und munter. Zunächst wird mit einem Schaumstoffball trainiert, das heißt Jonny versucht den Ball zu jagen und dann zu unterwerfen. Ich muss mich richtig anstrengen, damit ich auch mal zum Zuge komme. Sehr beliebt ist bei dem kleinen Kerl auch der Besen, den er wild anknurrt und dann zu packen versucht. Aber auch jeder andere Gegenstand, den ich in Bewegung bringe, ist interessant für ihn. Und da im Wintergarten immer ein paar Spielsachen von meiner Enkelin liegen, mangelt es uns nicht an Abwechslung. Wir zwei toben herum und haben unseren Spaß dabei.

Bis gegen 7 Uhr ist bei uns „der Bär los“ und dann kehrt wieder Ruhe ein. Jonny zieht sich in seine „Höhle“ zurück und ich bereite das Frühstück für die drei Großen und für uns Zweibeiner vor.