Einzelkind mit zwei Müttern

Heute Morgen um 6.45 Uhr wurde Ellis erster Welpe geboren und kaum 10 Minuten später der zweite. Der erste – eine schwarze Hündin – ist leider verstorben, während der zweitgeborene Rüde zum Glück vital und gesund ist.

Die Geburt war für Elli sehr strapaziös, denn nach der langen Eröffnungsphase mit großer Unruhe und heftigem Hecheln folgte eine vierstündige Austreibungsphase, die der Hündin viel Kraft abverlangte. Zwischen den starken Presswehen gab es immer wieder längere Pausen, in denen Elli heftig hechelnd hin und her lief. Sie tat mir so leid, und allmählich machte ich mir auch Sorgen, weil sich nichts tat. Gegen 6 Uhr rief ich die Tierärztin an. Mir fiel ein Stein vom Herzen als sie versprach, so schnell wie möglich zu kommen. Es dauerte dann doch noch fast eine Stunde. In dieser Zeit wurde dann endlich der erste Welpe geboren. Der zweite plumpste dann quasi gleich hinterher.

Über den Verlust von Ida, der schwarzen Hündin. waren wir sehr traurig. Es ist so schade, dass der Rüde jetzt als Einzelkind aufwächst. Der kleine Kerl gibt uns übrigens Rätsel auf was seine Farbe betrifft: Ist er nun schwarz oder ganz dunkel braun? Für braun spricht, dass er eindeutig keine schwarze sondern viel hellere Nase hat. Und sein Fell sieht je nach Lichteinfall mal schwarz und mal dunkelbraun aus. Er ist schon etwas Besonderes.

Elli war nach der schweren Geburt sehr erschöpft und zeigte zunächst wenig Interesse an ihrem Sohn. Sie ließ ihn zwar trinken, machte aber keine Anstalten, ihn abzulecken, was aber sehr wichtig ist, weil es die Ausscheidungstätigkeit anregt. Deshalb hatte nun Princesse ihren Auftritt. Sie stieg ohne Zögern in die Wurfkiste und massierte den Kleinen tüchtig mit ihrer rauen Zunge bis er empört quiekte. Wie praktisch: jetzt hat der kleine Kerl gleich zwei Mütter, die sich um ihn kümmern.