Resümee

Wenn ich auf die letzten Tage und Wochen zurückschaue, dann kommt ein bisschen Wehmut auf aber auch Freude und ein wenig Stolz. Wehmut, weil die spannende und wunderschöne Zeit der Aufzucht der beiden Babys schon vorbei ist. Freude, weil ich es wieder einmal erleben durfte, wie aus so winzigen, hilflosen Wesen ganz herrliche, selbstbewusste Welpen wurden. Und Stolz auf meine tolle Princesse, die beste Hundemama der Welt. Ach ja, und natürlich auch Dankbarkeit darüber, dass meine Hündin mir erlaubt hat, dieses spannende Erlebnis der Aufzucht ihrer Kleinen mit ihr gemeinsam zu teilen. Wir waren wieder einmal ein richtig gutes Team.

Das zeigte sich gerade heute früh wieder, als Princesse mich mit ihrer dicken Nase mitten ins Gesicht stupste, um mich zu wecken. Es war 6 Uhr – bzw. nach Winterzeit erst 5 Uhr – und ich hatte null Bock aufzustehen. Aber sie ließ mir keine Ruhe und stupst ganz energisch ein zweites Mal. „Okay, schon gut, ich komme ja“, sagte ich und torkelte noch ganz verpennt die paar Schritte hinüber zum Welpenzimmer – eigentlich Eßzimmer -, wo die Kleinen schon hellwach in der Schlafkiste – eigentlich Wurfkiste – standen und bei meinem Anblick leise fiepten (es hörte sich an als ob sie über meinen verpennten Anblick lachen würden). Aber ich war sofort hellwach und konnte mein Glück kaum fassen, denn zum zweiten Mal in Folge war auch heute alles sauber und trocken! Sie hatten also wieder  „durchgehalten“ – super! Ich schnappte sie mir und brachte sie hinaus, zuerst die achteinhalb Kilo schwere Hermine und dann den noch einen Kilo schwereren Bolle.  Während Princesse draußen Aufsicht führte, füllte ich das Futter und etwas Wasser in zwei Näpfe und ließ alles noch ein paar Minuten stehen. Die Zeit nutzte ich dazu, mich warm anzuziehen, um gegen die Kühle des Herbstmorgens gewappnet zu sein. Dann bekam Elli erst mal ihre Augentropfen ins entzündete linke Auge, was  nicht leicht war, da sie sich meinem Griff zu entwinden versuchte und alles in einen kleinen Kampf ausartete. Aber was sein muss. . .

Dann das Übliche morgendliche Procedere: Die hungrigen Kleinen stürzten sich auf ihr Futter und ich löste Princesse bei der Aufsicht ab, damit sie gemeinsam mit Elli auf die obere Wiese gehen konnte. Beim Beobachten der schmatzenden Babys ließ ich noch einmal die letzten Tage Revue passieren: Die Untersuchung der Welpen durch die Tierärztin, das Impfen und Chippen, dann die Wurfabnahme durch den Zuchtwart – alles war bestens gelaufen und mir wurde   bescheinigt, dass ich kerngesunde und ganz tolle Welpen habe (was ich natürlich schon vorher wusste). Die Kleinen haben sich aber auch vorbildlich benommen: Hermine, die etwas Extrovertierte, fand alles spannend und lustig, während Bolle bei der ganzen Prozedur wie eine Statue auf dem Tisch stand als wolle er sagen „Hoffentlich sind die bald fertig mit mir!“ Auch Princesse wurde untersucht und man fand sie topfit. Also alles bestens!  Ja, und auch die zweite Autofahrt mit den Beiden plus Mama klappte super gut – diesmal ganz ohne Kotzen und Sch. . .  obwohl ich diesmal gut ausgrüstet war mit Küchenrolle und allem.

Was soll man sich da noch wünschen? Ich wünsche mir, dass die neuen Besitzer mich und meinen Mann an der Entwicklung der Welpen durch Fotos und Berichte noch ein bisschen teilhaben lassen und sich bei Fragen und Problemen vertrauensvoll an mich wenden.