Verschiedenes

Also hören können sie, soviel steht fest. Nach dem Öffnen der Augen haben sich am 16. Tag auch die Ohren aufgetan. Woher ich das weiß? Mein Thermomix hat mit seinem penetranten Signalton die erste Reaktion bei den Kleinen hervorgerufen. Hermine antwortete mit einem klagenden Jaulen und ihr Bruder hörte sich den Wettstreit zwischen den Beiden mit hoch erhobenem Kopf an. Nun öffnet sich den Welpen eine ganz neue Welt, die Welt der Geräusche: Waschmaschine, Trockner und Staubsauger gehören ebenso dazu wie die Stimmen der Menschen und das Bellen von den Großen. Avril meldet sich zu Wort, wenn sie rein oder raus will und Elli kündigt gerne mal einen Besucher an bevor dieser an der Haustür klingelt. Princesse dagegen bellt so gut wie nie.

Und noch etwas habe ich beobachtet: die beiden Kleinen beginnen sich gegenseitig wahrzunehmen, sie beschnuppern und belecken sich, was total süß aussieht. Es sind schon die ersten Spiele miteinander zu erkennen und das wird in den nächsten Tagen immer häufiger werden.

Was das Laufen betrifft, da ist Hermine etwas geschickter als Heartbreaker Bolle. Nun ist sie aber auch um gut 500 Gramm leichter als er. Mit seinem Gewicht von inzwischen 2.670 Gramm hat er einiges zu stemmen. Da er deshalb ab und zu Probleme hat, das Hinterteil hoch zu kriegen und lieber noch robbt als zu gehen, habe ich eine Tierphysiotherapeutin zu Rate gezogen. Von ihr bekam ich eine Liste mit Übungen gemailt, die ich und mein Mann mehrmals täglich mit dem kleinen Kerl durchführen. Außerdem werden seine Muskeln mit einer Massage stimuliert. „Das wird ihm in Kürze auf die Beine helfen“, hat die Physiotherapeutin versprochen, und da wir es seit drei Tagen machen, sehen wir auch schon gute Fortschritte. Es ist also kein Grund zu Besorgnis.

Princesse ist nach wie vor eine besorgte und zuverlässige Mama. Wenn man nicht aufpasst, buddelt sie die großen Löcher im Garten noch etwas größer. Ich habe keine Ahnung warum sie das immer noch macht, entweder plant sie einen Umzug mit ihren Kindern nach draußen, oder sie will damit ihren Bewegungsdrang kompensieren, da ihr die gewohnten langen Spaziergänge jetzt verwehrt sind. Als ich letztens vom Einkaufen nach Hause kam, begrüßte sie mich freudig am Gartentor. Ich fiel fast in Ohnmacht als ich ihre mit Dreck verschmierte Schnauze und die mit Erdklumpen behafteten Pfoten und Beine sah. Das Waschen und Blowern hat eine dreiviertel Stunde gedauert.