Raus an die frische Luft!

Es war Zeit für einen Ortswechsel und das milde Wetter war ideal für mein Vorhaben. Also bereitete ich alles soweit vor, dass der Umzug nach draußen in das Welpengehege stattfinden konnte. Von nun an werden die Welpen tagsüber an der frischen Luft sein und zwar bei jedem Wetter – zumindest solange sie dort noch ein Dach über den Köpfen haben. Die überdachte Terrasse wird es allerdings nicht mehr lange geben, sondern stattdessen soll dort ein Wintergarten entstehen. Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon fertig sein, aber wie das bei solchen Dingen oft ist, hat es aus verschiedenen Gründen Verzögerungen gegeben.

So können Hermine und Bolle also – wie alle Welpen vor ihnen – hinter dem Haus herumtollen, die kleine Wiese zum Spielen und als Toilette benutzen und ab der 6. Lebenswoche auch die große Wiese im oberen Teil des Gartens erkunden. Nachts werden sie wie bisher im Haus sein und ich werde weiterhin über sie wachen.

Als ich die Kleinen nach draußen brachte, empfand ich es als einen besonderen Moment, denn nun im Alter von vier Wochen sind sie schon ein ganzes Stück in ihrer Entwicklung fortgeschritten und eigenständiger geworden. Hermine protestierte lauthals gegen das neue Quartier und Bolle schaute sich neugierig um. Irgendwann fand Hermine ihren Protest wohl langweilig und erkundete das zwei Quadratmeter große Gehege und das neue Spielzeug. Für den Anfang reicht es jedenfalls, aber in ein paar Tagen wird die Tür offenstehen und sie können ihrem Forscherdrang weiter nachgeben. So geht es für die Kleinen Schritt für Schritt hinaus in die Welt.

Neue Eindrücke

Viele neue Eindrücke bekamen Hermine und Bolle in den letzten Tagen und ich muss sagen, sie haben es gut verkraftet. Am Samstag und Sonntag waren zum ersten Mal ihre zukünftigen Familien da, so dass ein erstes Kennenlernen stattfinden konnte. Bolle ließ sich das Kraulen und Knuddeln gerne gefallen und blieb dabei ganz gelassen, während Hermine ihre Begeisterung deutlich zeigte. Bei beiden Familien hatte ich das Gefühl, dass der jeweilige Welpe haargenau zu ihnen passt, der ruhige Rüde zu der Familie mit zwei Söhnen im jugendlichen Alter und die lebhafte Hermine zu den jungen Leuten mit drei kleinen Kindern. Hermine wird sich bei ihnen sicher nicht langweilen und Bolle wird sich auf seine gemütliche Art in alle Herzen schleichen. Streicheln und Kraulen lieben Beide und dafür werden in ihrem jeweiligen Heim genug Hände da sein.

Princesse war offensichtlich auch einverstanden mit den Besuchern, die ihre Kinder so begeistert knuddelten. Sie schaute nach dem Rechten und ließ sich bei der Gelegenheit auch gleich ein wenig kraulen, dann legte sie sich zu ihren Babys und ließ sie mal kurz trinken, so als wollte sie sagen „Seht ihr, die Beiden brauchen mich noch“ und  trollte sich dann wieder.

So allmählich stelle ich bei den Kleinen die Ernährung um, was gar nicht so einfach ist. Zwar trinken sie gerne die angebotene Milch aus der Schüssel und fressen auch begeistert den Napf mit dem Welpenbrei leer, aber wenn kurz darauf Princesse zu ihnen kommt, sagen sie nicht „Nein danke, wir haben schon etwas bekommen“, sondern sie bedienen sich gleich noch einmal an Mamas Zitzen. Ich habe Hermine einmal vor und nach einer „doppelten Mahlzeit“ gewogen und sie hatte gut 200 Gramm zugenomen, was mich ziemlich erschreckt hat.

Gestern Morgen zum Beispiel wurde ich von einem jämmerlichen Fiepen geweckt, woraufhin ich Princesse rief, damit sie ihre Kinder versorge. Princesse kam zu mir ans Sofa, stupste mich leicht an und sah mir tief in die Augen, dann ging sie wieder zu ihrem Liegeplatz zurück. Aha, dachte ich, jetzt soll ich den Kleinen etwas geben. Gesagt, getan – Bolle und Hermine machten sich auch sogleich über die Schale mit der Milch her und ratzfatz war alles aufgeschleckt. Nur ein paar Minuten später hatte Princesse es sich anders überlegt und bot den eigentlich satten Babys ihre Milchbar an. Glaubt jetzt etwa jemand, dass sie das Angebot ablehnten?

Kein Wunder also, dass Hermine gestern Abend 3.390 Gramm wog und Heartbreaker Bolle 3.730 Gramm!

 

Die erste Fleischmahlzeit

Als erste feste Mahlzeit ihres Lebens bekommen die Welpen von mir immer durchgedrehtes, mageres Rindfleisch, das ich zu kleinen Bällchen forme. Diesem Leckerbissen können sie nicht widerstehen! Also habe ich heute 80 g Tartar beim Metzger meines Vertrauens gekauft und es ihnen auf einem Teller in die Wurfkiste gestellt. Es dauerte nicht lange, bis sie den Geruch des Fleisches wahrgenommen hatten und sich darüber her machten. Die Art und Weise, wie sie sich dabei verhielten, verriet mir einiges über ihre unterschiedlichen Temperamente.

Nach dem erst noch zögerlichen Lecken befand Hermine es als genießbar und fraß nun – begeistert mit dem ganzen Körper wackelnd – ein Bällchen nach dem anderen. Bolle lag genüsslich schmatzend vor dem vollen Teller und machte keine Anstalten aufzustehen. Um den kleinen Faulpelz in Bewegung zu bringen, stellte ich den Teller ein Stückchen von den Beiden entfernt hin. Hermine, die dadurch auch beim Fressen unterbrochen wurde, fing sofort ganz aufgeregt zu suchen an, während Bolle sich damit abzufinden schien, dass sein Futter verschwunden war. Na klar, das war ihm ja an Mamas Milchbar auch schon öfter passiert, dass sie plötzlich weg war – die Mama und mit ihr die Milch. Also wozu aufregen? Hermine hatte unterdessen den Fleischtopf bzw. Teller wieder gefunden und fraß laut schmatzend weiter. Das weckte natürlich Bolles Interesse und er machte sich auf den Weg zum Futter. Viel hatte seine Schwester ihm allerdings nicht übrig gelassen. . .

Bisher gab es für die Beiden keinerlei Konkurrenzkampf ums Futter, denn es standen ihnen acht intakte Zitzen zur Verfügung. Es war wie im Schlaraffenland, wo einem ja angeblich die gebratenen Tauben in den Mund fliegen und man ohne große  Anstrengung satt wird bis zum Platzen. Und wenn gerade mal keine Taube vorbei kommt, dann schläft man gemütlich bis es wieder soweit ist. Ja, lieber Bolle, aus diesem Schlaraffenland wirst du jetzt nach und nach vertrieben, denn in Zukunft musst du dir das Futter mit deiner Schwester teilen – und die wartet nicht auf dich.

P.S. Das Wiegen direkt nach der Fleischmahlzeit brachte folgende Ergebnisse:

Hermine 2.660 Gramm, Bolle 3.080 Gramm !

Er läuft!

Bolle, unser Herzensbrecher, läuft nun schon recht gut. Die physiotherapeutischen Übungen und Massagen haben ihm sozusagen „Auftrieb“ gegeben. Nur ab und zu macht er mit den Hinterbeinen die Grätsche aber dann kämpft er sich ganz alleine wieder hoch. Natürlich wird er noch weiter gefördert, mein Mann und ich wechseln uns dabei ab und wir alle genießen es. Bolle mag besonders die Massage der Muskulatur und die „Tanzbär“- Übung, während er beim „Radfahren“ lauthals protestiert. Er mag es halt nicht, auf den Rücken gelegt zu werden.

Inzwischen wiegt er knapp drei Kilogramm und Hermine zweieinhalb. Das Ziel sind bei Wurfabnahme (mit acht Wochen) acht Kilogramm. Ich denke, die werden von Beiden locker erreicht, wobei der Rüde etwas mehr wiegen darf. Im Wachstum des Neufundländers sollte man nach der Devise „Weniger ist mehr“  füttern und damit ist das Gewicht gemeint. Besonders im ersten Lebensjahr darf ein Neufi nicht zu schwer sein, weil die noch knorpeligen Gelenke durch ein hohes Gewicht Schaden erleiden können, der nicht wieder gut zu machen ist. Regelmäßige Gewichtskontrolle und individuelle  Anpassung der Fütterung sind deshalb sehr wichtig. Aber darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt noch zu reden sein.

Mausezähnchen

Meine beiden kleinen Mäuse haben jetzt am Ende der dritten Lebenswoche ihre Mausezähnchen. Ja, so winzig sehen sie aus und doch ist es ein komplettes Milchgebiss mit 28 Zähnen. Nein, ich habe sie nicht gezählt (aber das werde ich noch tun), sondern in dem Standardwerk „Neonatologie beim Hund“ nachgeschaut. Dort heißt es: Das Milchgebiss bricht zwischen der 3. und 6. Lebenswoche durch. Mit dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne – ab der 12. Woche – besteht das Wechselgebiss. Bereits mit 3 bis 4 Monaten fallen die Milchzähne aus und werden durch  bleibende Zähne ersetzt. Das Dauergebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen.

Jeder Welpenbesitzer ist heilfroh, wenn die nadelspitzen Zähne ausfallen, die so manches T-Shirt durchlöchern und Hände verletzen. Aber bis dahin haben Bolle und Hermine noch viel Zeit. Zunächst werden sie langsam lernen, ihre kleinen Zähne zu benutzen. In den nächsten Tagen werde ich deshalb bereits mit der Beifütterung beginnen. Dazu später mehr.

Verschiedenes

Also hören können sie, soviel steht fest. Nach dem Öffnen der Augen haben sich am 16. Tag auch die Ohren aufgetan. Woher ich das weiß? Mein Thermomix hat mit seinem penetranten Signalton die erste Reaktion bei den Kleinen hervorgerufen. Hermine antwortete mit einem klagenden Jaulen und ihr Bruder hörte sich den Wettstreit zwischen den Beiden mit hoch erhobenem Kopf an. Nun öffnet sich den Welpen eine ganz neue Welt, die Welt der Geräusche: Waschmaschine, Trockner und Staubsauger gehören ebenso dazu wie die Stimmen der Menschen und das Bellen von den Großen. Avril meldet sich zu Wort, wenn sie rein oder raus will und Elli kündigt gerne mal einen Besucher an bevor dieser an der Haustür klingelt. Princesse dagegen bellt so gut wie nie.

Und noch etwas habe ich beobachtet: die beiden Kleinen beginnen sich gegenseitig wahrzunehmen, sie beschnuppern und belecken sich, was total süß aussieht. Es sind schon die ersten Spiele miteinander zu erkennen und das wird in den nächsten Tagen immer häufiger werden.

Was das Laufen betrifft, da ist Hermine etwas geschickter als Heartbreaker Bolle. Nun ist sie aber auch um gut 500 Gramm leichter als er. Mit seinem Gewicht von inzwischen 2.670 Gramm hat er einiges zu stemmen. Da er deshalb ab und zu Probleme hat, das Hinterteil hoch zu kriegen und lieber noch robbt als zu gehen, habe ich eine Tierphysiotherapeutin zu Rate gezogen. Von ihr bekam ich eine Liste mit Übungen gemailt, die ich und mein Mann mehrmals täglich mit dem kleinen Kerl durchführen. Außerdem werden seine Muskeln mit einer Massage stimuliert. „Das wird ihm in Kürze auf die Beine helfen“, hat die Physiotherapeutin versprochen, und da wir es seit drei Tagen machen, sehen wir auch schon gute Fortschritte. Es ist also kein Grund zu Besorgnis.

Princesse ist nach wie vor eine besorgte und zuverlässige Mama. Wenn man nicht aufpasst, buddelt sie die großen Löcher im Garten noch etwas größer. Ich habe keine Ahnung warum sie das immer noch macht, entweder plant sie einen Umzug mit ihren Kindern nach draußen, oder sie will damit ihren Bewegungsdrang kompensieren, da ihr die gewohnten langen Spaziergänge jetzt verwehrt sind. Als ich letztens vom Einkaufen nach Hause kam, begrüßte sie mich freudig am Gartentor. Ich fiel fast in Ohnmacht als ich ihre mit Dreck verschmierte Schnauze und die mit Erdklumpen behafteten Pfoten und Beine sah. Das Waschen und Blowern hat eine dreiviertel Stunde gedauert.

Wenn Mama streikt. . .

. . . dann wird Frauchen nervös!  So geschehen heute Morgen um halb fünf. Ich wurde vom Gejammer der Welpen geweckt und saß sofort senkrecht im Bett bzw. auf dem Schlafsofa. Ach die armen Babys, sie haben bestimmt großen Hunger, das war mein erster Gedanke. Ich tastete mich zum Lichtschalter und versuchte, mich zu orientieren. Wo ist Princesse? Sie lag auf ihrem Lieblingsplatz – auf den Fliesen vor dem Kachelofen – und schnarchte völlig ungerührt vor sich hin. Es dauerte eine Weile bis ich sie davon überzeugt hatte, zu ihren jammernden Kindern zu gehen. Sie hatte absolut keinen Bock darauf. Was sind das denn für neue Allüren? Ich verstand nun garnichts mehr und war erst beruhigt, als die Kleinen an ihren Zitzen angedockt hatten. Doch kaum hatte ich mich umgedreht, stand sie hinter mir, ging dann auf ihren Liegeplatz zurück und ließ sich seufzend dort nieder. „W as ist denn mit dir los?“ fragte ich sie und bekam als Antwort einen leidenden Blick.

Mir gingen alle möglichen Horrorszenen durch den Kopf: Gesäuge-Entzündung, Fieber, bakterielle Gebärmutterentzündung oder sonst irgend etwas Schlimmes. Vor dem Einschlafen hatte ich noch in dem Fachbuch „Neonatologie beim Hund“ gelesen, in dem alle erdenklichen Krankheiten von Hündin und Welpen beschrieben sind. Und jetzt das!  Morgens um 5 Uhr in die Tierklinik zu fahren, war für mich undenkbar, denn das hatte ich vor zwei Wochen ja schon erlebt und nicht in guter Erinnerung. Aber man muß den Tatsachen ins Auge blicken, dachte ich bei mir und begann, die Hündin gründlich zu untersuchen. Zuerst Fieber messen: 38,4 – also völlig normal. Dann die Untersuchung des Gesäuges: ich drückte jede einzelne Zitze und es kam wunderbar weiße Milch heraus. Es war nichts rot oder geschwollen, alles bestens. Dann kontrollierte ich mit einem Kleenex den Ausfluss, der klar und unauffällig war. Es roch auch nichts irgendwie komisch. Meine Princesse hatte das alles brav über sich ergehen lassen und wollte nun endlich weiter schlafen.

Die Welpen waren inzwischen auch wieder ruhig, aber ich konnte beim besten Willen nicht mehr schlafen. Also räumte ich die Spülmaschine aus, deckte den Tisch fürs Frühstück und las die Tageszeitung. Gegen 7 Uhr sah ich Princesse zur Wurfkiste trotten, wo sie ihren Babys das Frühstück „servierte“. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Die Kleinen hatten um halb fünf nicht gejammert weil Mama in den Streik getreten war, sondern weil sie sich fast bis zum Platzen satt getrunken hatten – während ich schlief.

 

Brav geschluckt

Heute sind es genau zwei Wochen her seit die Welpen auf die Welt kamen. Ich denke noch oft an Henric, der nur 25 Stunden leben durfte. Aber zum Glück geht es Hermine und Heartbreaker ausgesprochen gut und sie machen uns so viel Freude. Es ist unglaublich, die beiden haben ihr Geburtsgewicht am 14. Tag – also gestern – bereits verdreifacht! Und seitdem wieder 100 Gramm zugenommen. Der Junge bringt jetzt 2.200 Gramm auf die Waage und das Mädchen 1.820 Gramm.

Heute gab es noch einen zusätzlichen „Leckerbissen“: die erste Wurmkur, die in Form einer Paste brav geschluckt wurde. Allerdings hatte ich auch den Überraschungseffekt auf meiner Seite. Ich habe die Kleinen aus dem Schlaf genommen und mein Mann hat sie festgehalten, während ich ihnen die Paste ins Mäulchen gespritzt habe. Dann habe ich sie wieder ganz sanft auf ihren Schlafplatz zurück gelegt und tatsächlich schliefen sie gleich weiter. Ich bin gespannt, ob es morgen und übermorgen auch so wunderbar funktioniert, das Mittel „Panacur“ wird nämlich an drei Tagen verabreicht. Mama Princesse bekommt die Wurmkur in Tablettenform.

Und noch etwas anderes mussten die Babys heute über sich ergehen lassen – das Krallen schneiden. Nachdem ich von ihnen schon einige Kratzer auf meinen Armen abbekommen habe, waren die Krallen fällig. Auch Princesse findet es bestimmt nicht angenehm, beim Säugen jedesmal zerkratzt zu werden. Also ran! Mein Mann durfte die energisch zappelnden und sich windenden kleinen Monster festhalten, während ich vorsichtig Kralle für Kralle um etwa einen Milimeter mit der Nagelschere kürzte. Hermine hat recht helle Krallen aber Heartbreakers sind ganz schwarz. Dank langjähriger Erfahrung gelang es mir, die Prozedur ohne Blessuren durchzuführen. Aber ich staune jedesmal darüber, welche Kräfte diese kleinen Wesen dabei entwickeln.

Avril und Elli und die Welpen

Unsere Seniorin Avril hat mit ihren elf Jahren schon viele Welpen erzogen, vor acht Jahren ihre eigenen zehn Babys und danach die 26 Kinder aus den vier Würfen von Princesse. Für die Neugeborenen interessiert sie sich nicht, aber sie schaut doch jeden Tag einmal kurz in die Wurfkiste, so als wolle sie den Entwicklungsstand der Kleinen feststellen. ihre Aufgabe beginnt erst, wenn die Kleinen flügge werden – also in der 5. oder 6. Lebenswoche. Dann wuselt der Nachwuchs draußen unter den wachsamen Augen der Oma herum. Von ihr lernen sie dann, dass man einem erwachsenen Hund Respekt erweist.

Von Elli haben die beiden letzten Würfe dann eher gelernt, dass man mit einem halb erwachsenen Hund noch viel Blödsinn machen kann. Ich bin gespannt, wie Elli sich dieses Mal verhalten wird, da sie inzwischen drei Jahre alt und deutlich ruhiger geworden ist. Sie kommt auch ab und zu an die Wurfkiste, schaut sich minutenlang das Gewusel an und geht von dannen. Es sieht aus, als würde sie den Kopf schütteln und sagen:“Nee, mit denen kann ich nichts anfangen.“

Hermine und Heartbreaker Bolle haben nun zwar die Augen offen aber ich bezweifle, dass sie schon viel erkennen können. Das wird noch ein paar Tage dauern. Die meiste Zeit verbringen sie immer noch mit Trinken und Schlafen, obwohl die Wachphasen schon länger geworden sind. Wenn Mama Princesse keine Lust mehr hat und sich entfernt, gibt es meist lautes Gemecker von den Kleinen, Sie begeben sich auf Suche nach Mama und bewegen sich halb robbend, halb schon auf wackeligen Beinchen kreuz und quer durch die Kiste bis sie schließlich resigniert einschlafen. Ja, so ist das Leben.

Hier noch schnell die aktuellen Gewichte vom 14. Lebenstag: Hermine: 1.720 Gramm und Heartbreaker Bolle: 2.100 Gramm

 

Ein kleines Blinzeln

Gestern hat mir der kleine „Herzensbrecher“ zum ersten Mal zugeblinzelt! Sein rechtes Auge war einen winzigen Spaltbreit geöffnet – einfach unwiderstehlich dieser Blick! Und heute am 12. Lebenstag hat auch Hermine ihr erstes Blinzeln gezeigt! Das ist jedes Mal ein besonderer Moment für mich. Nüchtern betrachtet bedeutet es, dass die Welpen sich in ihrer Entwicklung völlig im normalen Zeitrahmen befinden, was natürlich auch erfreulich ist

Hier die Gewichte von heute um 19 Uhr (nach einer ausgiebigen Mahlzeit bei der sehr geduldigen Mama) : Hermine – 1.470 Gramm und Heartbreaker Bolle – 1.820 Gramm