Wunderschöne Welpen!

Jetzt habe ich bestätigt bekommen, was ich doch schon längst wusste, nämlich dass die Welpen wunderschön sind! Angelique war ganz angetan von den kleinen Bärchen und das nicht nur, weil sie Kinder von ihrem Kyandro sind. Als erfahrene Züchterin und Zuchtwartin hat sie schon viele Welpen gesehen und kann sie ganz objektiv beurteilen. Von der Nase bis zur Schwanzspitze ist alles so, wie es sein soll. Schöne mandelförmige dunkle Augen, dreieckige Ohren, fester, gerader Rücken,  gerade Läufe, sehr gute Knochenstärke, usw. Alle sieben sind einfach toll! Wieso überrascht mich das nicht? Princesse und Kyandro passen typmäßig einfach sehr gut zusammen also konnte da nur etwas Gutes dabei herauskommen.

Nächsten Dienstag kommt die Tierärztin zu uns, um die Welpen zu impfen und die Chips zu implantieren. Danach wird der Zuchtwart für die Wurfabnahme kommen. Die Kleinen werden alles ganz gelassen über sich ergehen lassen, da bin ich sicher.

Ein ganz normaler Tag – Fortsetzung

Mein Vorhaben, den gestrigen Tag mit all seinen großen und kleinen Begebenheiten möglichst detailiert zu schildern, war wohl von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ich habe ja mal gerade die Aufzeichnung des Vormittags geschafft. Der Rest des Tages war dann so ausgefüllt, dass ich keine ruhige Minute mehr zum Schreiben hatte. Es ist jetzt 0.30 Uhr und alles ist ruhig. Deshalb hier die Kurzfassung: Um 12 Uhr die Fütterung der Babys, dann das übliche Programm, nämlich mit den Kleinen auf der Wiese „Gassigehen“ und sie beim Spielen beaufsichtigen. Das hat dann mein Mann übernommen, weil ich unser Mittagessen kochen musste: Sauerkraut mit Püree. Vom Püree habe ich gleich die doppelte Menge gekocht, damit die Welpen um 16 Uhr ihre Fleischmahlzeit mit Kartoffeln bekommen konnten. Das lieben sie und fressen bis sie kugelrunde Bäuchlein haben. Für die Abendmahlzeit habe ich einen Möhrenbrei mit Kartoffeln zum Fleisch gekocht. Am Nachmittag war ich eine Stunde zum Einkaufen fort aber natürlich waren die Hunde nicht unbeaufsichtigt. Dann gab es noch diverse Telefonate und Arbeiten im Haushalt, was man eben so macht. Ich weiß auch nicht wieso ein Tag so schnell vorbei ist. Heute Mittag kommt ein wichtiger Besuch: Angelique Bultman, die Besitzerin von Kyandro, dem Papa der Welpen, hat sich angemeldet. Sie züchtet schon seit vielen Jahren und ich bin gespannt, wie sie den Nachwuchs ihres Rüden beurteilen wird.

Ein ganz normaler Tag

Dieser Blog-Eintrag soll einen ganz normalen Tag mit den Welpen wiedergeben und deshalb werde ich chronologisch aufzeichnen, was hier und heute so alles  passiert. Das heißt, ich werde alle paar Stunden – so oft ich dazu komme – den Eintrag fortsetzen.

Kurz vor 6 Uhr morgens: Ich muss tief geschlafen haben, denn es dauert einige Minuten bis ich realisiere, dass die seltsamen  Geräusche nicht zu meinem Traum gehören sondern aus dem Welpenzimmer kommen: das Tapp-Tapp der kleinen flinken Pfötchen, das energische Kratzen am Kindergitter, das leise Fiepen. . . Ich schlafe schon seit Wochen im Wohnzimmer auf dem unbequemen  Sofa, damit ich jederzeit mitbekomme, was bei den Welpen los ist, aber heute morgen bin ich zu spät aufgewacht, denn normalerweise wecken mich die Kleinen zwischen 5 Uhr und 5.30 Uhr. Auch Princesse hat sich noch nicht gerührt und mich auch nicht geweckt wie sonst. Ich springe also auf in Erwartung eines chaotischen Zustandes im Welpenraum – was die Hinterlassenschaften der Kleinen betrifft – und bin angenehm überrascht: Kein einziges Häufchen und nur ganz wenige Pfützchen!Als die Welpen mich sehen, drängen sie alle gegen das Gitter, das ich deshalb nur einen Spalt breit öffnen kann. Princesse drängt sich an mir vorbei durch den Spalt und schon stürzen sich alle begeistert auf sie und geben mir den Durchgang frei. Princesse benimmt sich heute anders als sonst, sie bellt ihre Kinder böse an, wenn sie an ihre Zitzen wollen. Recht hat sie! Nach mehr als sieben Wochen tapferen Säugens sollten die Kleinen endlich mal entwöhnt werden. Allerdings ist damit der morgendliche Ablauf gestört, denn bisher habe ich während die Zwerge bei Mama auftankten, die Ziegenmilch mit Schmelzflocken vorbereitet. Also Programmänderung: Ich öffne kurzerhand die Tür nach draußen und Princesse rennt mit ihrer Kinderschar im Gefolge hinters Haus und auf die Wiese. Und dort wird gepieselt und gekackt was das Zeug hält. . . (Entschuldigung, aber anders kann man es wirklich nicht ausdrücken.) Ich bin begeistert aber auch hin -und hergerissen, ob ich zuerst die Häufchen entferne oder die Mahlzeit für die Babys vorbereite. Ich entschließe mich für letzteres: also Wasser erhitzen, Ziegenmilchpulver hinein rühren und nachdem es etwas erkaltet ist, die Schmelzflocken hinzu fügen. Die Kleinen sitzen inzwischen um mich herum und schauen mir erwartungsvoll zu. Als ich die Welpenschale mit der recht flüssigen Nahrung auf den Boden stellen will, springen sie wie Flummis in die Höhe und jeder versucht, das Futter als erster zu erreichen. Natürlich schwappt etwas über den Rand – Princesse freut sich und leckt es auf. Etwas anderes hat sie anscheinend auch aufgeleckt, denn sie stinkt bestialisch aus der Schnauze und ich finde draußen nur noch wenige Häufchen. Die meisten Hundemütter beseitigen die Hinterlassenschaften ihrer Welpen nur in der Wurfkisten-Zeit aber Princesse hört damit die ganzen Wochen nicht auf – leider. Sie ist eben eine 150 prozentige Mutter! Nach dem Fressen toben die Kleinen noch über eine Stunde lang draußen und drinnen herum. Ich vertraue dem „Aufsichtspersonal“ Avril und Elli und nutze die Gelegenheit, mich um meine persönlichen Bedürfnisse zu kümmern (damit ich endlich aus dem Nachthemd heraus komme) – immer mit einem Ohr in Richtung der Rasselbande. Kurz vor acht Uhr kehrt Ruhe ein. Die Großen, die zwischendurch mehrmals oben im Garten waren und denen ich gefühlte zwanzig Mal das Gartentor geöffnet und geschlossen habe, liegen nun ebenso zufrieden und müde herum wie die Kleinen. Ich würde mich am liebsten dazu legen . . . Stattdessen frühstücken mein Mann und ich gemeinsam bei himmlischer Ruhe. Als mein Mann danach Avril und Elli zum Spaziergang ruft, bleiben die Beiden ungerührt liegen. Sie waren ja schon im Garten und haben anschließend mit den Welpen gespielt, jetzt sind sie k.o.

Teil 2

Um 9 Uhr gibt es einen leckeren Babybrei. Die Firmen Hipp, Alete und Co. haben eine reichhaltige Auswahl an Breisorten und die Welpen haben sich schon durch das ganze Programm gefressen und mögen alle. Ich bereite den Brei mit Ziegenmilch und zwei zerstampften Bananen zu. Die Kleinen stürzen sich darauf und haben die Portion binnen einer Minute verputzt. Danach lecken sie Schüssel und den Fußboden um die Schüssel herum gründlich ab, damit kein Krümel verlorengeht. Ich brauche eigentlich nichts mehr zu spülen, mache es aber natürlich trotzdem – wie nach jeder Fütterung. Zuerst geht es nach dem Fressen aber hinaus zum Pipi machen usw. Klappt wirklich gut! Dann ist wieder Toben angesagt. Ich bitte meinen Mann, die Bande zu beaufsichtigen damit ich meinen Blog-Eintrag schreiben kann. Dann erlaube ich mir den Luxus, ein Stündchen ungestört in meinem bequemen Bett zu schlafen -welch eine Wohltat!

Wasserscheue Neufundländer!

Fünf Tage lang waren wir ohne Internet und Telefon, seit zwei Wochen kommt die Post nicht mehr und fast eine Woche lang konnte ich keine Wäsche waschen. . . und dazu noch die Hitze! Ich würde am liebsten meine Hunde ins Auto packen und so lange in Richtung Norden fahren bis wir angenehme Temperaturen finden.

Die Welpen verkraften die Hitze erstaunlich gut – ihre Aktivität haben sie auf den frühen Morgen und den späten Abend verlegt. Schon zwischen 5 und 6 Uhr morgens toben sie auf der Wiese herum und freuen sich ihres Lebens. Wenn es im Laufe des Tages immer wärmer wird liegen sie am liebsten hinterm Haus  in einer Ecke auf Betonboden, den ich regelmäßig mit dem Wasserschlauch abspritze. Das Wasser kommt wie ein sanfter Regen aus der Düse und man sollte meinen, dass die Kleinen das kühle Nass genießen aber das Gegenteil ist der Fall. Wie aufgeschreckte Hühner laufen sie davon sobald der erste Spritzer sie trifft und kommen erst wieder zurück, wenn der Schlauch weg ist. Auch die zur Abkühlung bereit stehende Wasserschüssel wird mit Verachtung gestraft, weshalb ich es mir erspart habe, den Welpenpool aufzustellen. Und das sollen Neufundländer sein? Anscheinend wissen sie nicht, dass sie zu dieser wasserbegeisterten Rasse gehören. Die einzige, die wenigstens ab und zu die Pfoten in die Wasserschüssel steckt, ist die sehr entdeckungsfreudige braune Emma.

Umso erstaunter war ich, dass alle sieben Zwerge heute Morgen auf der Wiese blieben als der Regen einsetzte. Sie waren so beschäftigt und ins Spiel vertieft, dass sie es anscheinend gar nicht bemerkt haben. Auch das Donnergrollen des Gewitters ließ sie kalt. Sie sind furchtbar gerne auf ihrem kleinen Spielplatz, auf dem man so vieles entdecken kann wie Stöckchen, Steinchen, Gras und Blätter. Am meisten freut es mich, dass sie auch ganz schnell kapiert haben, ihre großen und kleinen Geschäfte dort zu machen. Nach jeder Mahlzeit locke ich sie dorthin, sie laufen fröhlich hinter mir her und machen schnell ihre Bächlein. Das klappt zwar nicht immer aber immer öfter. . . Das Welpengehege ist out – Wiese ist jetzt „in“. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem sie die ganz große Wiese oben im Garten entdecken dürfen. Leider war es bisher viel zu heiß dafür.