Gewitter – kein Problem

Das Gewitter gestern morgen kam mir gerade recht. Erst war es nur von Ferne zu hören, doch plötzlich ein Blitz und ein lauter Knall. Die Welpen, die zu diesem Zeitpunkt draußen spielten, waren sichtlich erschrocken und rannten so schnell die kurzen Beinchen trugen in einem schwarzen Pulk nach drinnen. Ich redete in normalem Tonfall auf sie ein: „Ach ihr Angsthasen, es ist doch gar nichts passiert!“ Und siehe da, sie liefen wieder nach draußen und linsten um die Hausecke. Als sie merkten, dass noch alles an seinem Platz stand, spielten sie beruhigt weiter. Das weitere Grollen wurde ignoriert.

Auch den Regenschirmtest haben sie bestanden. Ich nehme dafür einen Automatikschirm, der auf Knopfdruck blitzschnell und mit einem Knall aufspringt. Zunächst haben sich die Kleinen ängstlich geduckt aber bei dem zwanzigsten Versuch war das auch kein Thema mehr – im Gegenteil, sie wollten den Schirm unbedingt haben und schnappten danach. Diese und ähnliche Test mache ich bewusst, um die Kleinen mit Alltagssituationen vertraut zu machen. Ich hatte mal einen Neufi, der beim Aufspringen meines Schirms einen panischen Satz nach vorne machte und mir dabei fast den Arm verrenkte. Das fand ich gar nicht lustig.

Die ersten 16 Wochen im Leben eines Hundes sind eine wichtige Zeit und alle Erlebnisse – ob positiv oder negativ – prägen sich tief ein, weshalb sie auch die „Prägezeit“ genannt werden.  Nun heißt das nicht, dass der Welpe in dieser Zeit permanent mit neuen Eindrücken konfrontiert werden soll, das wäre zu viel des Guten und der Welpe würde nervös und rappelig werden. Aber an ein paar wichtige Alltagssituationen sollte er behutsam heran geführt werden. Was das sein soll, muss jeder Welpenbesitzer für seine Situation entscheiden aber die Gewöhnung ans Autofahren und auch ein kurzer Tierarztbesuch ohne dass gleich geimpft wird, sollten schon dabei sein.