Welpenbrei und Schmusestunde

Die fünf Mädels und zwei Jungs sind inzwischen recht anspruchsvoll geworden. Dreimal täglich Welpenbrei und abends eine Schmusestunde werden lautstark  und energisch eingefordert. Wenn sie nur das Geräusch des Schneebesens hören, mit dem ich die Haferflocken im Topf umrühre, sind sie völlig aufgeregt und schnattern und quietschen, dass mir die Ohren wehtun. Leider muss der Brei ja erst mal einige Minuten lang abkühlen bis sie ihn schlabbern dürfen – das geht echt gar nicht! Nachdem die kleinen Bäuche prall gefüllt sind, beginnt das große Saubermachen, weil man sich beim Fressen so richtig schön eingesaut hat. Das Fell ist um den Kopf herum regelrecht verkleistert, so dass die Kleinen noch eine Zeitlang mit gegenseitigem Ablecken beschäftigt sind, bis ich mit dem feuchten Waschlappen komme, um die restlichen Spuren vom Brei zu entfernen.  Anständig zu fressen muss eben auch erst gelernt werden.

Abends muss grundsätzlich jeder einmal ausgiebig geschmust werden, also nehme ich nacheinander jeden einzeln für ein paar Minütchen auf den Schoß und kraule Öhrchen und Bäuchlein. Das gefällt nicht nur den Welpen gut, sondern macht mir auch viel Spaß. Aber ich fürchte, dass die Schmusestunde für die zukünftigen Besitzer zum Problem werden kann, wenn der oder die Kleine mal 30, 40 oder 50 Kilo wiegt und immer noch auf den Schoß klettern will. . .

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass meine Welpen die liebsten, besten und klügsten sind? Hier ein Beispiel: Vor drei Tagen habe ich ein Welpenklo in die Wurfkiste gestellt und beobachtet, was sie damit wohl anstellen. Es hat nur einen halben Tag gedauert bis sie kapiert haben, wofür die flache Schale mit dem saugfähigen Belag gedacht ist. Vielleicht war es Zufall aber als der erste Welpe sein Bächlein dort hinein gemacht hat, sind ein paar andere seinem Beispiel gefolgt. Ist das nicht genial? Allerdings bedarf es noch einiger Übung, um es richtig zu machen, denn wenn zum Beispiel nur die vorderen Beine auf dem Klo stehen, dann erfüllt das nicht so ganz seinen Zweck. . . Nur einer war noch ein bisschen ignorant (hier wird nicht verraten wer es war) und hat doch tatsächlich die Toilette als Schlafplatz  zweckentfremdet!

Als nächstes Ereignis ist der Umzug geplant, und es soll zum ersten Mal Fleisch zu fressen geben. Man darf gespannt sein!