Tischgespräche

„Also, ich finde die Konsistenz gar nicht so schlecht, zwar ein bisschen breiartig aber auf jeden Fall nicht flüssig.“ „Ja, in den meisten Fällen ist es auch so, doch ich wünsche es mir etwas fester. Und eins war wirklich zu flüssig. Hast du das nicht gesehen?“ „Doch sicher, aber das war hoffentlich eine Ausnahme!“

So oder ähnlich fand die Konversation zwischen meinem Mann und mir letzte Woche beim Mittagessen statt. Es ging dabei aber nicht um zu weiche Nudeln oder zu flüssiges Kartoffelpüree, wie man vermuten könnte, sondern um etwas völlig anderes. Das Dauerthema  unserer Tischgespräche war nämlich die aktuelle Beschaffenheit der Welpenausscheidungen. Oder schlicht gesagt, wir machten uns Sorgen, weil die Welpen sehr weiche bis flüssige Häufchen – sprich: Durchfall – gemacht hatten. Das mag zwar nicht unbedingt ein Thema für Tischgespräche sein, aber es beschäftigte uns halt sehr. Denn ob der Welpe gesund ist, erkennt man erstens an seinem Appetit und zweitens an seiner Verdauung. Punkt. Der Appetit der Kleinen war ausgesprochen gut, also waren sie nicht ernsthaft krank. Da die Probleme in der fünften und sechsten Woche auftraten, vermute ich, dass es mit der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung zu tun hatte und in dem Zusammenhang mit dem „Umbau“ des Immunsystems der Kleinen. Inzwischen ist das Thema „vom Tisch“, wir freuen uns über die schönen festen Häufchen und hoffen, dass es so bleibt.

Die Namen der sieben Zwerge

Jeder meiner sieben Zwerge hat nun seinen Namen. Ich lasse grundsätzlich die zukünftigen Besitzer die Namen aussuchen und gebe lediglich den Anfangsbuchstaben vor. Ich finde, eine Namensgebung hat fast schon etwas Mystisches, es entsteht dadurch eine andere Qualität der Beziehung zu dem bisher namenlosen Wesen. Wenn man bisher sagte: „Der mit dem blauen Halsband ist mein Welpe“, so heißt es jetzt:“Der mit dem blauen Halsband ist mein Geronimo.“  Das klingt doch ganz anders. Und man kann ihn beim Namen rufen: „Gerry!“ oder wie auch immer. Es werden beim Klang der freundlich rufenden Stimme dann vermutlich alle sieben kommen aber das ist erst mal egal, Hauptsache Gerry ist dann auch dabei.

Und so heißen die sieben Zwerge vom G-Wurf:

Rüde blau: „Geronimo“ – gerufen wird er „Gerry“

Rüde gelb: „Gennadi on the rocks“ – gerufen „Onji“ (Gennadi bedeutet „von edler Herkunft“)

Hündin rosa: „Ginger Bella“ – gerufen „Bella“

Hündin orange: „Gretchen“ – gerufen auch mal „Greta“

Hündin grün: „Ginja“ – so wird sie auch gerufen

Hündin rot: „Gloria Fee“ – gerufen „Fee“

Hündin braun: „Ginny Emma“ – gerufen „Emma“

Kaputte Waschmaschine und Küchenrollen en gros

In den ersten vier Wochen der Welpenaufzucht ist meine Waschmaschine quasi in Dauerbetrieb. Mehrere der alten Betttücher und Bettbezüge (von Nachbarn und Freunden gespendet) und vor allem die flauschigen Anti-Dekubitus-Decken, auf denen die Welpen immer schön trocken liegen, müssen öfter gewechselt werden und ergeben drei Waschmaschinenfüllungen täglich. Es ist mir wichtig, dass die Wurfkiste immer pico bello aussieht und vor allem nicht stinkt. Meine Waschmaschine hat mich dabei all die Jahre nie im Stich gelassen – bis gestern. Gestern hat sie beschlossen, dass es reicht und sie weigert sich standhaft zu schleudern. . .  Zum Glück ist die Zeit der Wurfkiste und somit der großen Wäscheberge vorbei.

Stattdessen hat die Zeit der Küchenrollen begonnen. Ich weiß nicht genau, wie viele Rollen ich bei jedem Wurf verbrauche aber es sind gefühlte Hundert. Dazu kommen noch etliche Wischlappen, etwa zwei Dutzend. Wofür ich das alles brauche? Na für die 50 Häufchen und 150 Pipiseen, die so täglich weg zu putzen sind. Wer jetzt glaubt, dass ich übertreibe, der kann sich ja mal einen Tag lang mit Stift und Papier zu uns setzen und eine Strichliste führen. Leider komme ich selbst nicht dazu, weil ich ständig hinter den Welpen her putzen muss.

Aber auch das geht vorbei und die Kleinen werden – hoffentlich – lernen, ihr Geschäft im Gras zu machen. Dann reicht eine Schaufel zur Beseitigung der Hinterlassenschaften. Im übrigen ist Princesse auch sehr darauf bedacht, dass alles restlos beseitigt wird und in den ersten drei Wochen ist das auch okay, aber inzwischen finde ich es unappetitlich und bemühe mich deshalb, ihr zuvor zu kommen. An dieser Stelle muss ich doch mal meinen Mann dankend erwähnen, der mich bei dem „schmutzigen Geschäft“ so oft er kann unterstützt.

Viele nette Besucher

Nachbarn, Bekannte, Freunde, Verwandte und selbstverständlich die zukünftigen Welpenbesitzer kommen, um die Welpen zu sehen. So viele nette Besucher wie in den zwei Monaten mit den Hundebabys kommen sonst das ganze Jahr über nicht. Der Terminkalender weist zurzeit nur noch wenige unbeschriftete Tage auf. Aber wir finden das völlig in Ordnung und freuen uns über die Begeisterung der Gäste. Der Anblick der kleinen knuddeligen Bärchen zaubert ein Lächeln auf jedes Gesicht und das ist doch wirklich etwas Schönes. Kinder wie Erwachsene gehen vor den Kleinen in die Knie und sind verzaubert von deren unwiderstehlichem Charme. Die künftigen Besitzer der sieben Zwerge sind jedes Mal erstaunt und erfreut darüber, wie prächtig sie sich entwickelt haben. Und ich? Ich bin natürlich stolz wie Bolle!

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich selber noch nicht gezüchtet habe, und daran wie aufregend es jedes Mal für mich war, wenn ich meinen zukünftigen Welpen beim Züchter besuchen durfte. Jeder Besuch war ein Highlight für mich, und ich zählte die Tage bis ich das kleine Bärchen endlich mit nach Hause nehmen durfte.  Deshalb ist für mich der viele Besuch nie lästig, sondern gehört unbedingt dazu.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Die Kleinen nehmen stetig zu und  streben die Vier-Kilo-Marke an. Die Nase vorn hat immer noch Fräulein Rosa und die Leichtgewichte sind immer noch Rot und Braun, aber jeder ist in seiner individuellen Entwicklung gut voran gekommen. Wir sind zufrieden.

Eine andere Sache erscheint mir so sonderbar, dass ich mich frage, ob es wirklich waschechte Neufi-Welpen sind. Und zwar folgendes: Den Kleinen steht Tag und Nacht ein großer Steingut-Napf mit Wasser zur Verfügung, aus dem sie auch gerne trinken. Aber es sind meine ersten Welpen, die das Wasser ganz gesittet trinken – OHNE DARIN ZU BADEN!

Neufundländersommer

Gerade mal 14 Grad zeigte das Thermometer an der Hauswand als ich heute vormittag mit Princesse und Elli in den Garten ging. Die Wiese war nass vom Regen und der verhangene Himmel zeigte, dass es wohl bald wieder regnen würde. Die beiden Mädels störte das alles nicht im Geringsten, vielmehr sprang Elli mal hier, mal da hin als wolle sie Mäuse fangen und Princesses gute Laune zeigte sich in der Schwanzhaltung: der „Stert“ war fröhlich in die Höhe gereckt. Kein Zweifel – die Beiden fanden das Wetter klasse – im Gegensatz zu mir!

Kurz darauf ließ ich die Welpen hinaus, die quietschvergnügt in ihrem 4 qm großen Gehege spielten, rannten und vor lauter Lebensfreude durcheinander purzelten. Ich beobachtete sie, putzte hier und dort ein Pfützchen auf, entfernte das eine und andere Häufchen und merkte dabei, wie sich meine Laune trotz der wenig appetitlichen Tätigkeit langsam besserte. Na klar hätte ich lieber einen blauen Himmel und Sonnenschein gehabt und die Temperatur ein paar Grad höher aber das kühle Wetter ist für meine Neufis viel angenehmer und die Rosen und anderen Pflanzen im Garten hatten den Regen nötig. Große Hitze mag ich selber sowieso nicht und schon gar nicht das schwül-warme Klima, das oft in ein Gewitter mündet.

Im Laufe des Sonntags kam zwischen den Schauern, die teilweise heftig waren, immer wieder auch die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen stiegen dann jedes Mal leicht an. Da die Welpen hinterm Haus durch die Überdachung geschützt waren, störte auch der  Regen nicht, und die Kleinen kümmerten sich nicht im Geringsten um das laute Prasseln auf dem Dach. Wenn das Wetter so bleibt, ist das nichts für Sonnenanbeter und Freibadfans aber es wäre ein ganz toller Neufundländersommer!

Zwei, die sich gesucht und gefunden haben

Ach, war das schön! Da ging mir richtig das Herz auf, als ich gestern die neunjährige Johanna mit dem grünen Mädel auf dem Arm beobachtete. Fünf Welpen schliefen ungerührt weiter und zwei stürmten auf das Kind zu, das sich vorsichtig ins Welpengehege gesetzt hatte: die Grüne und der Blaue. Liebevoll nahm Johanna die Kleine in den Arm, die sich an sie schmiegte und Ihr begeistert das Gesicht leckte. Die Zwei hatten sich gesucht und gefunden. . . Der blaue Junge wollte mit ihr spielen wie auch die anderen Zwerge, die nach und nach wach wurden. Aber die Grüne ist und bleibt ihr Welpe, das steht für Johanna nun fest.

Wenn ich so etwas erlebe, dann weiß ich, weshalb ich Neufis züchte, nämlich für Menschen, die – genauso wie ich – die kleinen und großen „Bären“ lieben und zu schätzen wissen. Die nicht mehr ohne leben können, weil dann etwas wichtiges im Leben fehlt. Die den Eigensinn und Charakter dieser wunderbaren Rasse als etwas Positives erkennen und damit umzugehen wissen. Die den Blick des „sanften Riesen“ unter den Hunden bis tief ins Herz hinein spüren.  Und wenn ich für meine Welpen genau die richtigen Menschen finde, dann bin ich froh und gebe sie gerne dorthin ab.

Aus klein wird ganz groooß!

Kaum zu glauben, dass aus den kleinen Drei-Kilo-Zwergen innerhalb eines Jahres ganz große 50-Kilo-Brocken werden. Fenja und Florentine, zwei kräftige Hündinnen aus dem F-Wurf, – die eine schwarz, die andere braun – haben Ende Mai bei der DNK-Schau in Burgstädt (Sachsen) eine ganz tolle Beurteilung und die Note „Vorzüglich“ in der Jugendklasse bekommen. Die beiden einjährigen Schwestern wurden sogar platziert: Florentine auf Platz 3 und Fenja auf Platz 4. Herzlichen Glückwunsch an die Besitzer Anne Paetznick und Marikka Müller!

Das hätte ich mir vor einem Jahr noch nicht vorstellen können, besonders nicht bei Fenja, die in den ersten Lebenswochen von den vier Mädels die leichteste , Florentine dagegen die schwerste war. Heute wiegt jede der Beiden über 50 Kilo und sie sind kräftig aber nicht dick. Die beiden anderen Hündinnen aus dem F-Wurf – Fine und Franca – die anfangs im Mittelfeld lagen, sind zurzeit noch weit von der 50 Kilo-Marke entfernt, sie brauchen halt noch etwas Zeit. Das zeigt mir wieder, dass es in der Regel keine Rolle spielt, wer in einem Wurf der größte und wer der kleinste Welpe ist. Es ist vielmehr der „genetische Fahrplan“, der das Wachstum bestimmt, und der ist bei jedem Welpen ein bisschen anders.

Was unsere sieben Zwerge in einem Jahr wiegen werden, wissen wir nicht, aber beim letzten Wiegen gestern Abend hatten vier über drei Kilo und drei liegen noch etwas darunter. Keine Sorge, das wird schon noch!

 

Einfach nur zum Knuddeln

„Autsch, das tut weh, hör sofort damit auf!“ Während ich das Futter für die Zwerge zubereite, hat da doch tatsächlich so ein kleiner hungriger Kerl probiert, ob mein dicker Zeh essbar ist. Ein anderer hat sich in mein Hosenbein verbissen und zerrt energisch daran und ein dritter kaut begeistert am Klettverschluss  meines Pantoffels. Trotz der wilden Attacken, kann ich den kleinen Rackern nicht böse sein – sie sind einfach nur zum Knuddeln! Und sie lieben es, geknuddelt zu werden! Es gibt nur eine Sache, die sie noch mehr lieben und das ist ihr Futter und ganz besonders das Fleischmenü. Wenn ich die große runde Welpenschüssel auf den Boden stelle, gibt’s kein Halten mehr. Die Kleinen stürzen sich förmlich darauf und vergessen völlig ihre guten Manieren. Da wird geschubst und gedrängelt und am liebsten noch ganz in die Schüssel hinein gestiegen. Es dauert keine fünf Minuten, dann ist alles verputzt.

Anstelle von Trockenfutter bekommen die Welpen diesmal Feuchtnahrung aus der Dose. Nach den schlimmen Durchfallproblemen beim letzten Wurf, habe ich mich in Bezug auf Fütterung der trächtigen Hündin und der Welpen von einer Tierheilpraktikerin beraten lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Princesse hat bei diesem Wurf so viel Milch wie noch nie, die Kleinen haben vom ersten Tag an stetig zugenommen und sich prächtig entwickelt. Heute hat der erste Welpe, nämlich Fräulein Rosa (wer sonst?) die Drei-Kilo-Marke überschritten. Sie wiegt 3040 g, Fräulein Orange 2910 g, an dritter Stelle folgt der gelbe Rüde mit 2790 g, dann der blaue mit 2690 g, das grüne Mädel hat 2630 g, das rote 2450 g und die Braune 2430 g.

Umzug mit Hindernissen

Gestern hat es endlich geklappt: die Rasselbande ist jetzt einen Raum weiter gezogen. Das war gar nicht so einfach wie es sich anhört, denn die Wurfkiste musste auseinander genommen und an neuer Stelle wieder zusammen gesetzt werden aber natürlich erst, nachdem ich den neuen Standort und die Umgebung gründlich geputzt hatte. Während der ganzen Prozedur mussten die sieben Zwerge irgendwo untergebracht werden. Vier passten so gerade in eine Box mit Deckel und die drei anderen nahm ich solange auf den Schoß, bis die beiden Männer (mein Mann und unser Sohn) fertig waren. Rein zufällig hatte ich die Rote, die Braune und den Gelben im Arm und war froh, dass sie so lieb und ruhig waren. Die vier in der Box haben noch kurz protestiert und dann herrschte dort auch Ruhe – wirklich ganz tolle Welpen! Elli lief ganz neugierig immer hin und her zwischen der Box und mir als wollte sie sagen, dass ich die vier Babys doch da raus holen soll. Princesse kannte die Prozedur noch vom letzten Wurf und blieb deshalb ganz entspannt. Die Wurfkiste  wird etwa noch eine Woche lang stehen bleiben und dann endgültig abgebaut werden, denn in den nächsten Tagen werden die Welpen sich daran gewöhnen, überall im Raum zu sein aber nicht mehr in der Wurfkiste. Und dann wird ihr Bewegungsradius sich auch bis nach draußen ausweiten, wohin sie von dem neuen Raum aus selbständig gehen können. Es ist so eine Art Durchgangsaum, in dem sich nur eine Spüle sowie Waschmaschine und Trockner befinden, und der auch von den großen Hunden nachts gerne als Schlafplatz genutzt wird.

Mit der Fleischfütterung fangen wir heute (Samstag) an. Ich werde dafür beim Metzger meines Vertrauens für die Kleinen ganz mageres Rinderhackfleisch holen. Bisher gab es immer noch den  Welpen- bzw Babybrei und zwar angereichert mit Banane oder Hipp-Karotten aus dem Glas. Als meine Vorräte der Hafer-Dinkel-Flocken vorgestern  zur Neige gingen, habe ich nochmal einen Großeinkauf im Drogeriemarkt gemacht. An der Kasse packte ich gerade meinen Einkauf auf das Laufband als mich plötzlich unsere Nachbarin von hinten ansprach:“ Ach Frau Pick, sie haben wohl gerade ihren Sohn aus England mit der kleinen Enkelin zu Besuch. Wie alt ist die kleine Mia jetzt eigentlich?“ Ich erwiederte etwas genervt:“ Sie heißt nicht Mia sondern Nia mit N und ist sieben Monate alt. Aber unser Sohn ist zurzeit nicht mit der Kleinen bei uns.“  „Ach so, ich dachte wegen Ihrer Einkäufe. . .“  „Sie meinen den Babybrei und die Hipp-Gläschen? Die sind doch für unsere Welpen!“

Hier noch die aktuellen Gewichte von gestern Abend: Rüde blau 2270 g, Rüde gelb 2390 g.  Die Mädchen: rot 2120 g,  grün 2350 g, orange 2500 g,  rosa 2650 g (!) und unser braunes Mäuschen 2080 g – hört sich wenig an,  aber sie hat damit das Vierfache ihres Geburtsgewichtes erreicht, das hat Rosa noch nicht geschafft. . .

Welpenbrei und Schmusestunde

Die fünf Mädels und zwei Jungs sind inzwischen recht anspruchsvoll geworden. Dreimal täglich Welpenbrei und abends eine Schmusestunde werden lautstark  und energisch eingefordert. Wenn sie nur das Geräusch des Schneebesens hören, mit dem ich die Haferflocken im Topf umrühre, sind sie völlig aufgeregt und schnattern und quietschen, dass mir die Ohren wehtun. Leider muss der Brei ja erst mal einige Minuten lang abkühlen bis sie ihn schlabbern dürfen – das geht echt gar nicht! Nachdem die kleinen Bäuche prall gefüllt sind, beginnt das große Saubermachen, weil man sich beim Fressen so richtig schön eingesaut hat. Das Fell ist um den Kopf herum regelrecht verkleistert, so dass die Kleinen noch eine Zeitlang mit gegenseitigem Ablecken beschäftigt sind, bis ich mit dem feuchten Waschlappen komme, um die restlichen Spuren vom Brei zu entfernen.  Anständig zu fressen muss eben auch erst gelernt werden.

Abends muss grundsätzlich jeder einmal ausgiebig geschmust werden, also nehme ich nacheinander jeden einzeln für ein paar Minütchen auf den Schoß und kraule Öhrchen und Bäuchlein. Das gefällt nicht nur den Welpen gut, sondern macht mir auch viel Spaß. Aber ich fürchte, dass die Schmusestunde für die zukünftigen Besitzer zum Problem werden kann, wenn der oder die Kleine mal 30, 40 oder 50 Kilo wiegt und immer noch auf den Schoß klettern will. . .

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass meine Welpen die liebsten, besten und klügsten sind? Hier ein Beispiel: Vor drei Tagen habe ich ein Welpenklo in die Wurfkiste gestellt und beobachtet, was sie damit wohl anstellen. Es hat nur einen halben Tag gedauert bis sie kapiert haben, wofür die flache Schale mit dem saugfähigen Belag gedacht ist. Vielleicht war es Zufall aber als der erste Welpe sein Bächlein dort hinein gemacht hat, sind ein paar andere seinem Beispiel gefolgt. Ist das nicht genial? Allerdings bedarf es noch einiger Übung, um es richtig zu machen, denn wenn zum Beispiel nur die vorderen Beine auf dem Klo stehen, dann erfüllt das nicht so ganz seinen Zweck. . . Nur einer war noch ein bisschen ignorant (hier wird nicht verraten wer es war) und hat doch tatsächlich die Toilette als Schlafplatz  zweckentfremdet!

Als nächstes Ereignis ist der Umzug geplant, und es soll zum ersten Mal Fleisch zu fressen geben. Man darf gespannt sein!