Die süße Versuchung

Ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt: die Kleinen sind so süüüß! Ich bin davon überzeugt, dass es keine hübscheren, braveren und süßeren Welpen geben kann als meine sieben Zwerge. Und bei dem Gedanken, alle sieben in ein paar Wochen abzugeben, wird es mir ganz schwer ums Herz. Ach, wenn ich doch wenigstens eines der Babys behalten könnte. . .

Von den sieben Babys sind bisher sechs fest vergeben und zwar an ganz liebe Menschen, die zum Teil schon lange auf ihr Baby warten und sich freuen, dass es endlich Wirklichkeit geworden ist. Aber ein schwarzes ist noch ohne Besitzer und wird nur an ganz, ganz liebe Menschen abgegeben, die Zeit und Platz und ein ganz großes Herz für Neufundländer haben. Also eigentlich denke ich dabei an uns. Wo könnte das kleine schwarze Mädel es besser haben als hier in unserem Rudel? So spricht mein Herz aber. . . mein Verstand und übrigens auch mein Mann sagen etwas anderes. Nämlich, dass wir mit unseren drei wunderbaren großen Mädels glücklich und zufrieden sind und sie vor allem überall mit hin nehmen können. Aber mit Vieren wird es schwieriger und ob man drei oder vier Neufis täglich kämmen, zwölf oder sechzehn Pfoten ständig sauber machen muss, das macht dann doch einen Unterschied aus. Kann man vier Schmusebären mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden? Sicher schon – aber einfach ist es nicht. Besonders wenn man noch so viele Reisepläne hat wie wir, und das Auto zu klein ist und der Wohnwagen erst recht. . .

Die Versuchung ist groß und die kleine Schwarze ist eine ganz süße Versuchung, aber wenn die richtige Familie für sie kommt, dann ist es vernünftiger, sie dorthin zu geben –  auch wenn es schwer fällt.

„Und hier die aktuellen Nachrichten aus der Wurfkiste: Gestern Abend gab es für die sieben Zwerge die erste Wurmkur, die in flüssiger Form ins Mäulchen gespritzt wurde. Dabei waren alle ausgesprochen brav und haben das Zeug tapfer geschluckt – ganz ohne Geschrei oder Protest. Ich sag’s ja, das sind die bravsten, liebsten, süßesten Welpen. . .  „