Alles bereit

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass es nicht mehr lange dauert. „Nicht mehr lange“ ist allerdings relativ, das kann zwei Stunden sein oder zwölf Stunden. . . Princesse ist sehr unruhig, hechelt viel und will immer wieder nach draußen. Wenn ich mit ihr in den Garten gehe, kann ich sie nur mit viel Mühe vom Buddeln abhalten. Drei Kuhlen hat sie seit gestern gegraben. Da könnte ich prima kleine Bäume oder Sträucher einpflanzen, wenn es nicht an so ungünstigen Stellen wäre. Das Loch hinter dem Kompostbehälter ist schon fast eine Höhle, denn es reicht bis tief unter die Steinplatten. Mir ist es aber bedeutend lieber, wenn die Kleinen in der Wohnküche zur Welt kommen, wo die Wurfkiste bereit steht.

Alle drei Stunden habe ich heute ihre Körpertemperatur gemessen. Sie bleibt brav stehen, wenn ich den Fühler des Thermometers sanft in den Po einführe. Während meine rechte Hand das Thermometer hält, lege ich die linke auf ihre Bauchseite und manchmal spüre ich die Bewegungen von einem Baby. Die Temperatur fällt vor der Geburt stark ab und steigt dann langsam wieder an. So lag die niedrigste Temperatur heute Mittag  bei 37,3 Grad und ist jetzt am Abend wieder bei normalen 38 Grad. Vermutlich wird es  bis morgen vormittag dauern bis der erste Welpe geboren wird. Bis dahin steht uns eine unruhige Nacht bevor.