Jetzt wird es Zeit für den Nestbau

Wir Beiden – Princesse und ich – haben die Ruhe weg. Drei Tage vor dem vermutlichen Geburtstermin ist noch nichts vorbereitet. Ich wollte es schon seit vorgestern machen aber immer kam mir etwas dazwischen. Aber gleich morgen früh – das schwöre ich – geht’s los. Dann wird die Wohnküche zum Welpenzimmer umgestaltet. Der kleine Tisch wird nach draußen gestellt und an dessen Platz kommt der große Tisch, weil der wiederum Platz machen muss für die Wurfkiste. Aber zuerst wird natürlich gründlich geputzt und desinfiziert. Dann wird die Wurfkiste vom Speicher geholt und zusammengebaut und mit Tüchern ausgestattet. Daneben werden zwei Wäschekörbe gestellt, einer mit Tüchern und der andere mit einem Wärmekissen ausgestattet. Die Wärmelampe wird mit einer Kette über die Wurfkiste platziert und viele weitere Utensilien werden für das große Ereignis bereit gelegt.

Ja, das machen wir morgen ganz in Ruhe. . . Princesse zeigt noch keine Anzeichen dafür, dass es schon soweit ist, also ist keine Eile geboten. Wir Beide sind nach drei gemeinsam erlebten Geburten ein gutes Team. Sie wird mir schon zeigen, wenn es soweit ist. Sie wird unruhig werden, viel hecheln und nach draußen wollen, um eine Kuhle zu buddeln. Wenn es nach ihr ginge, bräuchten wir die ganzen Vorbereitungen nicht – eine Kuhle unter dem großen Rhododendron ist ihrer Meinung nach vollkommen ausreichend. Da kann mein liebevoll gebautes Nest in der Wohnküche nicht mithalten.

Übrigens, was wir so sachlich-nüchtern „Zwinger“ nennen (gemeint ist die Zuchtstätte), wird im Niederländischen liebevoll als „Nest“ bezeichnet. Ein wunderschöner Ausdruck, finde ich. Schließlich baue ich meiner Hündin und ihren Welpen jedes Mal ein kuscheliges Nest.