Hummeln im Hintern

Princesse ist ja wirklich nicht leicht aus der Ruhe zu bringen –  wo sie liegt, da liegt sie. Meistens natürlich da, wo sie stört, wie zum Beispiel  vor dem Küchenschrank, wenn ich einen Topf brauche, vor dem Herd, wenn ich das Essen koche, und unter dem Tisch, wenn wir essen. Abends liegt sie meist ganz relaxt auf dem Sofa – mit dem Bauch nach oben, in der Hoffnung, dass sich jemand erbarmt und das Bäuchlein massiert. Der Anblick dieser entspannten Hündin ist einfach nur schön!

Gestern Abend hat sie uns furchtbar erschreckt, als sie plötzlich wie von einer Tarantel gestochen aufsprang und panisch durchs Zimmer lief, dann ruckartig stehen blieb, nervös um sich schaute und – den Blick auf den Boden geheftet – wieder los rannte. Es machte den Eindruck als suche sie etwas. „Hast du schlecht geträumt oder warum hast du plötzlich Hummeln im Hintern?“ fragte ich sie. Doch Princesse reagierte nicht auf meinen Zuruf sondern suchte noch eine Zeitlang weiter nach dem imaginären Ding. Schließlich legte sie sich zu unserer Erleichterung wieder hin. Avril und Elli haben sich von dem seltsamen Verhalten zum Glück nicht anstecken lassen sondern nur erstaunt die Köpfe gehoben als wollten sie sagen:“Was soll der Blödsinn?“

Wenig später entdeckten wir die Lösung des rätselhaften Verhaltens. Mein Mann sah es zuerst und wies mich darauf hin: Irgendetwas krabbelte da auf Princesses Hinterteil herum. Bei  näherer Betrachtung entpuppte sich das Etwas als eine dicke Hummel, die versuchte, sich aus dem dichten Fell zu befreien. Da mussten wir doch lachen, denn mit dem Ausspruch von den „Hummeln im Hintern“ hatte ich ja gar nicht so falsch gelegen. Zum Glück war es nur eine Hummel und die war auf dem Hintern – wovon ich sie dann schleunigst befreite.