Fine und Elli im Freibad

Hej Fine, komm doch rein! Mutige Fine mit Dummy!

Hej Fine, komm doch auch rein!

Mutige Fine mit Dummy!

Im Remscheider Freibad Eschbachtal steht jedes Jahr im September  „Hundeschwimmen“ auf dem Programm. Dann können Vierbeiner für 2 Euro Eintritt nach Herzenslust toben, planschen, schwimmen. Die Zweibeiner haben freien Eintritt und dazu jede Menge Spaß beim Zuschauen. Elli hat dort letztes Jahr als kleiner Welpe ihre ersten Schwimmversuche gemacht und dieses Mal sollte es für die 14 Wochen alte Fine Premiere sein.  Gemeinsam machten wir sechs uns auf den Weg in das idyllisch im Tal gelegene und von Wald umgebene Freibad:  Kristina und Uwe mit Fine und Cara sowie ich mit Elli.

Offensichtlich konnte Elli sich an ihren ersten Freibadbesuch im vorigen Jahr erinnern, denn als wir das weitläufige Gelände betraten,  wurde sie ganz aufgeregt und stürzte sich direkt ins Getümmel. Zum Aufwärmen wurde erst einmal mit drei Galgos (Windhunde) um die Wette gerannt, wobei Elli natürlich das Nachsehen hatte. Aber im Wasser war sie dann wieder obenauf, denn die Galgos trauten sich nur unter Zureden von ihren Besitzern ins kühle Nass und waren auch schnell wieder draußen. Fine schaute sich zunächst einmal die schwimmende Elli interessiert an. Sie hatte bis dato zwar schon deutliches Interesse an Wasser gezeigt, indem sie zu Hause Trinknäpfe umkippte und im Planschbecken buddelte, aber das Schwimmen war ihr noch fremd. Neugierig – wenn auch mit einer gewissen Skepsis – ließ sie sich von Kristina auf die erste Stufe des Nichtschwimmerbeckens locken. Das war für alle Beteiligten ein aufregender Moment: Wird sie sich ganz hinein wagen?

Es gibt ja auch den einen oder anderen Neufundländer, der in seinem ganzen Leben grundsätzlich nur mit den Pfoten – höchstens mal bis zum Bauch – ins Wasser geht. So ein wasserscheues oder besser gesagt „schwimmscheues“ Exemplar ist zum Beispiel auch die sechsjährige Cara, die deshalb für Fine diesmal kein Vorbild sein sollte. Da war es gut, dass Elli gerne schwimmt, denn mit ihrer Begeisterung bot sie genau den richtigen Anreiz für die Kleine.

Und Fine hat sich getraut! Mit einem winzigen Anschubs von Frauchen paddelte sie los, wenn auch nur ganz kurz, denn sie war  schnell wieder draußen. Der zweite Versuch war schon deutlich besser und man sah der kleinen Maus an, dass sie immer mutiger wurde und Spaß an der ganzen Sache bekam. Einmal schwamm sie sogar ein Stückchen neben Elli her – mit einem fast perfekten Schwimmstil. Es war einfach nur schön! Danach war Finchen dann aber müde und lag platt unter der Bank. Für das erste Mal war es dann auch genug aber weil es so schön war, verabredeten wir uns gleich noch mal für den nächsten Tag.

Am zweiten Tag war Fine  noch viel mutiger und selbstbewusster. Diesmal war Kristinas Nichte, die 18-jährige Lea, mitgekommen, die nun freiwillig ins 16 Grad kühle Nass ging um Fine mit viel Geduld zum Sprung ins Wasser zu animieren, indem sie die Kleine mit einem Dummy zu sich lockte. Das Experiment gelang dann auch und Fine brachte ihre Beute stolz an Land. Elli war vom Apportieren nicht so begeistert, sondern schwamm lässig ihre Runden und schaute anschließend dem bunten Treiben vom Beckenrand aus zu.  Als sie einmal unmittelbar neben dem Schwimmbecken intensiv am Boden schnüffelte, sprang Fine ihr mit Schwung in die Seite, worauf hin Elli das Gleichgewicht verlor und sich verdutzt im Wasser wiederfand! Das war ein Anblick für die Götter!

Wer Interesse an einem fröhlichen Hundebadetag im Freibad Eschbachtal hat, kann noch bis zum 28. September ( täglich 13 bis 18 Uhr außer Montags) dorthin gehen. Vielleicht treffen wir uns dann mal. . . denn wir werden das Angebot mit Sicherheit noch mehr als einmal nutzen. Wichtiger Hinweis: Bitte den Impfpass vom Hund nicht vergessen!

Fotos: Arndt Herdieckerhoff        (Mehr Fotos unter Fotogalerie)

 

Wie geht es eigentlich den Welpen?

Meine sieben kleinen Racker vom F-Wurf sind nun schon 14 Wochen alt und  mehr als  einen Monat in ihrem jweiligen Zuhause. Die Berichterstattung ihrer Besitzer erfolgt nicht mehr so häufig wie zu Anfang, was einerseits schade aber andererseits beruhigend ist, denn in der Regel bedeutet es, dass alles in Ordnung ist. Bestens informiert werde ich von Fines Frauchen und auch Finns Besitzer halten mich auf dem Laufenden, was mich immer sehr freut zumal ich die beiden Welpen auch öfter sehe. In letzter Zeit habe ich von den anderen fünf auch das eine oder andere Foto und kleine Berichte erhalten, die ich hier kurz zusammenfasse:

Fine wird in der Hundeschule eine kleine „Streberin“ genannt, weil sie alles perfekt macht und auf Rufen sofort zu Frauchen läuft – auch wenn die anderen weiter spielen und toben. Die sechsjährige Neufidame Cara ist ihr großes Vorbild und wenn es sein muss auch Erzieherin. Trotzdem ist es Fine gelungen, von einer eisernen Stehlampe das Kabel abzukauen und anschließend das schwere Ding durch den ganzen Raum zu ziehen. Da konnte Cara nur staunen und die Zweibeiner erst recht. So viel Unsinn sie auch zu Hause macht, so brav und gelassen ist sie draußen in jeder Situation. Ob im Restaurant, beim Gemeindefest oder auf dem Fußballplatz – überall findet Fine ihren Platz für ein Schläfchen während die Menschen beschäftigt sind.

Finn und sein ein Jahr älterer Bruder Don sind zwei so prächtige Rüden, dass die Leute auf der Straße fasziniert stehen bleiben. Auch wenn der Kleine den Großen manchmal ganz schön drangsaliert, so sind die beiden Schwarzen doch beste Freunde. In der Welpenschule zeigt Finn, dass er ein intelligentes, selbstbewusstes Kerlchen ist. Und im Übrigen ist er laut Frauchen „zum Fressen süß“.

Franca fühlt sich in ihrer Familie zwischen Kindern und zwei anderen Hunden „pudelwohl“. Das mag der Grund dafür sein, dass die Nachbarin Franca für einen jungen Pudel hält. Die wird sich wundern, was in den nächsten Monaten daraus wird. . .  Am liebsten spielt Franca zu Hause mit Bordercollie Lotte und in der Hundeschule mit den anderen Welpen. Gelassen zeigt sie sich in fremder Umgebung,  ist ohne Angst mit einem Aufzug gefahren und hat im Bahnhof brav auf Herrchen gewartet.

Fenja hat es mit ihrem Charme geschafft, den dreijährigen Neufi-Rüden Brahms für sich zu gewinnen. Nach anfänglicher Zurückhaltung von ihm, sind die beiden nun „ein Herz und eine Seele“.  Nur wenn Fenja ihre „dollen  5 Minuten“ hat und den Großen überall ins Fell beißt, macht er einen unglücklichen Eindruck. Aber inzwischen weiß er, das es nichts zu bedeuten hat. Fenja ist wie ihre Wurfgeschwister ganz gelassen in neuen Situationen, hat keine Scheu vor fremden Hunden und Menschen. Sie scheint es sogar zu genießen, denn bei einem Treffen von Hovawart- Hunden fühlte sie sich sichtlich wohl.

Auch Florentine ist ein sehr selbstbewusstes kleines Neufi-Mädchen. Ihre Spielgefährtin, die zweijährige Xana hat es nicht immer leicht mit ihr. Aber die beiden waren schon nach kurzer Zeit dicke Freundinnen. Bei einer großen Rassehunde- Ausstellung in Leipzig lag Florentine am Info-Stand des DNK und ließ sich gerne von fremden Menschen streicheln.

Findus hatte es anfangs nicht leicht als Zweithund, denn der große Rüde Meilo war doch sehr reserviert und duldete nicht, dass der kleine sich ihm nähert. Nach sieben Jahren als Einzelhund ist das irgendwie verständlich. Doch inzwischen hat sich das Verhältnis der beiden gebessert und der Familienfrieden ist wieder hergestellt. Findus ist sehr intelligent, wenn es darum geht etwas Neues zu lernen, besonders wenn es dafür ein Leckerchen gibt, Er ist nämlich ausgesprochen verfressen.

Fred lebt in einer Studenten-WG und ist dort der Liebling aller. Aber am liebsten ist er mit seinem Herrchen zusammen und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Er war praktisch vom ersten Tag an stubenrein. Bei Herrchens Familie hat er einen Foxterrier als Spielgefährten mit dem er sich gut versteht. Intelligent und gelehrig wie seine Wurfgeschwister und ebenso selbstbewusst, kommt er mit jeder Situation klar.

 

 

 

Peinlich, peinlich!

Spaziergänge im Regen sind für uns Zweibeiner zwar nicht so angenehm aber unseren drei Neufundländern ist es egal. Sie lieben Spaziergänge bei jedem Wetter, sofern das Thermometer nicht viel mehr als 20 Grad anzeigt. Ein Gutes hat der Regen jedenfalls: es sind kaum Menschen im Wald anzutreffen. Oft gehen wir unsere knapp einstündige Runde ohne irgend jemandem zu begegnen. Das heißt für die Hunde „Leinen los!“ und sie können nach Herzenslust schnuppern und stöbern. Schmutzig werden sie sowieso, da kommt es auf etwas mehr Dreck auch nicht mehr an. Den Gedanken, dass ich nach dem Gang eine Stunde brauchen werde, um drei Hunde sauber zu machen, verdränge ich erst Mal und freue mich an ihrem Übermut. Durch Pfützen, Matsch und Unterholz, immer mit der Nase am Boden, ab und zu ein kräftiges Schütteln, dass es nur so spritzt – so sehen glückliche Hunde aus! Sie bleiben immer in unserer Nähe, holen sich zwischendurch ein Leckerchen ab und weiter geht es.

So war es auch letzten Sonntag. Zwar nur leichter Nieselregen aber trotzdem richtiges Schmuddelwetter, da es die Tage vorher viel geregnet hatte. Es war noch recht früh am Morgen und anscheinend kein Mensch unterwegs also wieder „Leinen los“. Plötzlich hörten wir einen Pfiff und alle drei Hunde erstarrten kurz, um dann in die Richtung des Geräusches zu laufen. Zwei konnten wir im letzten Moment am Geschirr fest halten aber Elli, die kein Geschirr trägt, bekam ich nicht zu fassen. Mein Ruf verhallte ungehört, weil im selben Moment ein zweites Pfeifen ertönte. Na super, dachte ich, wenn mein Hund auf mein Pfeifen doch auch mal so prompt reagieren würde. . .

Der pfeifende Mensch stand von einem Baum verdeckt am Wegesrand und versuchte, sich vor der springenden Elli zu retten, indem er sich weg drehte. Dabei fuchtelte er aber mit seinen Armen herum, was Elli natürlich erst recht zum Hochspringen animierte. Peinlich, peinlich! Als ich sie endlich irgendwie zu packen kriegte, war die Kleidung des Mannes nicht mehr ganz sauber. Zum Glück schien er es nicht zu bemerken, denn er erkundigte sich nur, ob wir seinen Hund gesehen hätten, „einen Großen, grau gestromt“.   Ich hätte ihn beinahe gefragt, wie er das mit diesem lauten Pfiff macht, auf den unsere Hunde so prompt reagiert hatten. Aber offensichtlich hat es ja bei dem eigenen Hund diese Wirkung nicht.