Häufchen-Alarm!

Vorweg eine Warnung: Dieser Beitrag ist nicht für zarte Gemüter geeignet, insbesondere nicht für solche, die eine niedrige Ekel-Schwelle haben!

Es geht um das Thema Häufchen  – ich drücke es mal so vornehm aus, man kann natürlich auch Sch. . . . .  sagen. Das was vorne beim Hund reinkommt, muss natürlicher Weise auch hinten wieder raus kommen – in leicht veränderter Form. Ja, die Form, das ist das Problem. Wir wünschen sie uns fest und wie ein Würstchen geformt aber keinesfalls weich und einem Kuhfladen ähnlich. Und schon gar nicht flüssig! Das alles ist bei den Welpen aus verschiedenen Gründen sehr wichtig, denn die Kotbeschaffenheit sagt etwas über die Gesundheit des Hundes aus, über sein Immunsystem zum Beispiel. Das ist bei den Babys nämlich bedingt durch die Futterumstellung in der 4. bis 6. Woche im Umbruch – die von Mama durch die Milch mit gelieferten Abwehrstoffe lassen nach und die eigene Abwehr muss aufgebaut werden. Außerdem ist es leichter, die Häufchen zu entsorgen, wenn sie fest sind. Eine der Hauptaufgaben des Züchters ist neben füttern und schmusen nämlich die Hygiene im Umfeld der Welpen. In den ersten drei Lebenswochen wird diese Aufgabe noch bereitwillig von der Hundemutter übernommen aber mit zunehmender Fütterung von fester Nahrung, will bzw. soll sie das nicht mehr machen. Princesse hat da keine Probleme und frisst die Babyhäufchen auch dann noch mit Begeisterung, wenn sie größer und stinkiger werden. Aber das weiß ich zu verhüten! Ich muss einfach schneller sein!

Zurzeit sind die Kleinen tagsüber draußen im Welpengehege, das ihren Ansprüchen noch genügt, weil es recht groß ist. Es steht auf unserer überdachten Terrasse. Da geht Princesse nur noch selten hinein, um ihre Kinder zu säugen. Die Milchproduktion hat bei ihr jetzt in der sechsten Lebenswoche der Kleinen auch schon stark nachgelassen, denn sie fressen mit Begeisterung ihren Brei und trinken Wasser aus dem Napf, wenn sie nicht gerade darin planschen.

Also, was die Hygiene betrifft, da bin ich schon sehr pingelig. Sobald ein Häufchen oder ein Pfützchen gemacht wird, bin ich auch schon mit Küchenkrepp bzw. Wischlappen da und beseitige es umgehend. Ansonsten kann es nämlich leicht passieren, dass Baby eins sein Geschäft erledigt hat und Baby zwei, drei und vier usw. dadurch laufen und alles gut verteilen. Iiiih!!  Also sieht das so aus: Baby macht Häufchen und ich mache mit Küchenkrepp bewaffnet einen Hechtsprung, um vor den anderen da zu sein. Das hält fit! Schwierig wird es nur, wenn z.B. nach dem Fressen mehrere kleine Stinker gleichzeitig ihre Notdurft verrichten. Heute morgen ist es mir passiert, dass ich nicht schnell genug war. Einer war durchs Häufchen gelaufen! Ich klemme mir den kleinen Wicht, um ihn später sauber zu machen, erst Mal unter den Arm, wische mit der anderen Hand das Häufchen auf und beobachte gleichzeitig, dass im selben Moment noch zwei andere . . .  na, was wohl. Der Kleine unter meinem Arm zappelt ungeduldig, doch erst muss alles aufgewischt werden. Das schaffe ich mit Bravour und mache dann auch dem kleinen Stinker die Pfoten wieder sauber. Wenn diese Disziplin mal Olympia-reif wird,  habe ich Chancen auf eine Goldmedaille! Mein Mann ist übrigens inzwischen auch recht gut darin. Kein Wunder, schließlich haben wir -zig Mal am Tag Gelegenheit zum Üben.

Auch die täglichen Tischgespräche drehen sich um das nun ausgiebig erklärte Thema, denn wie oben erwähnt, sagt die Kotbeschaffenheit viel über die Gesundheit und die Entwicklung des Immunsystems aus. Und ist der Welpe gesund, freut sich der Mensch!