Durchfall, Schnupfen und ein Hotspot

Das Hauptgesprächsthema am Frühstückstisch – und auch bei anderen Gelegenheiten – war in den letzten Tagen die Konsistenz der Welpen-Ausscheidungen oder genauer gesagt der Durchfall, der uns Sorgen machte. Zum Glück war es kein ganz schlimmer Durchfall sondern eher ein sehr breiiger bis halbflüssiger Kot, der seine Ursache vermutlich in der Verabreichung der Wurmkur über einen Zeitraum von drei Tagen und der Nahrungsumstellung hatte, die den zarten Darmtrakt wohl überlastet hat. Also kurz gesagt: der Durchfall war eine ganz normale Reaktion, die mich aber fast verzweifeln ließ. Schließlich sind sieben kleine Stinker auf einem Raum von 1,80 m mal 1,40 m  (Maße der Wurfkiste) kein Vergnügen.

Ich benötigte Unmengen von Bettwäsche und Laken und die Waschmaschine lief von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr abends ohne Pause. Ich bin normalerweise keine pingelige Hausfrau aber was die Welpen betrifft, da dulde ich keinen Schmutz  und wechsele die Tücher in der Wurfkiste immer sofort. Im Übrigen scheint es eine besondere Marotte meiner Kleinen zu sein, auf ein frisches Tuch SOFORT einen Haufen zu machen. Während ich dabei bin, die Waschmaschine zu füllen, macht garantiert so ein kleiner Dreckspatz sein „großes“ Geschäft auf das saubere Laken! Was soll’s, ich nehme es nicht persönlich – einer muss ja der erste sein…

Während dieser stressigen drei Tage beschloss ich, dass es jetzt Zeit für den Umzug der Welpen mitsamt Wurfkiste sei. Am letzten Freitag, als die Kleinen 4 Wochen alt wurden, haben wir sie also aus der Wohnküche in den Hausarbeitsraum umquartiert. Das ist gleichzeitig der Durchgang, wenn man vom Wohnzimmer in den Garten geht. So haben die Welpen die Möglichkeit, auf direktem Weg nach draußen zu gelangen. Hinter dem Haus ist eine überdachte Fläche, so dass auch bei Regen der Aufenthalt an der frischen Luft möglich ist. Am Samstag sollte dann der erste Ausflug nach draußen stattfinden aber es kam nicht dazu. Morgens hörte ich aus der Wurfkiste ein eigenartiges Geräusch, ein seltsames Schnorcheln. Schnell hatte ich auch die Ursache gefunden: es war Fred, der sich einen schlimmen Schnupfen eingefangen hatte. Der Schnodder lief ihm aus der Nase. Eine kurze Kontrolle der anderen sechs Welpen ergab keinen weiteren Schnupfen-Fall. Armer kleiner Fred ! Unsere nette Tierärztin war zum Glück telefonisch zu erreichen – obwohl es früher Samstagmorgen war – und sie riet mir,  ein Medikament zu geben, dass ich glücklicherweise im Haus hatte. Außerdem sollte ich den Kleinen inhalieren lassen. Na, das war ein Spaß als ich mit Fred gemeinsam unter einem Tuch über einer Schüssel mit dampfendem Salzwasser steckte. Fred war zunächst sehr geduldig aber bald schon missgelaunt. Neufundländer und Wärme, das passt eben nicht zusammen. Der Erfolg der Aktion trat schnell ein und Fred konnte wieder frei atmen, gottseidank! Das war vor zwei Tagen und heute dürfen die Kleinen endlich mal für kurze Zeit nach draußen – zumindest habe ich es so geplant, wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt.

Princesse säugt die Babys nur noch drei Mal am Tag. Die anderen drei Mahlzeiten sind zweimal Welpenbrei und eine Fleischmahlzeit. Alles wird mit Begeisterung und restlos verputzt. Etwas Sorgen machte Princesse mir, als ich an ihrem Hinterteil ein Ekzem entdeckte, ein sogenannter Hotspot. Sie hatte sich an dieser Stelle das Fell ausgerissen und so konnte ich es gut behandeln. Mit Hotspots hatte sie schon öfter Probleme und zwar immer in Stress-Situationen. Geburt und Säugezeit sind nun mal Stress für eine Hündin, auch wenn alles gut geht. Aber das kriegen wir schon wieder hin. Den Durchfall und den Schnupfen haben wir ja auch besiegt!