Immer mit der Ruhe

Nach einer ruhigen Nacht – so ruhig wie schon lange nicht mehr – musste ich Princesse um 6 Uhr für einen kleinen Gang auf die Wiese tatsächlich wecken. Sie schaute mich ganz verschlafen an, rappelte sich auf und ging gemächlich mit mir hinaus. Nasses Gras, feuchtkühle Luft und tropfende Bäume sorgten dafür, dass wir recht schnell wieder drinnen waren.  Dann fiel es Elli ein, dass sie ja auch mal raus muss. Sie durfte dann ohne meine Begleitung in den Garten gehen. Zum Frühstück gab es für die werdende Mama einen halben Liter Welpenmilch, die  sehr nahrhaft und doch leicht verdaulich ist. Elli war auch ganz scharf darauf und hätte ich nicht aufgepasst, wäre der Napf in Sekundenschnelle leer gewesen und Princesse hätte nichts abbekommen. Dabei schlabbert sie die weiße Flüssigkeit auch  schrecklich gerne. Jetzt noch schnell Temperatur messen : 37,9 – ist das nun ein gutes Zeichen? Jedenfalls kein Grund zur Beunruhigung. Ich habe damit aufgehört, irgendwelche Zeichen deuten zu wollen, vielmehr achte ich jetzt auf mein Bauchgefühl und versuche, mit meiner Hündin ein kleines Zwiegespräch zu führen. „Hallo Süße, wie fühlst du dich? Willst du nicht langsam loslassen? Wir beide schaffen das schon, wir sind doch ein gutes Team. Alles wird gut!“ Ich spüre, wie Princesse sich an mich lehnt und bin sicher, sie hat mich verstanden. Vielleicht will sie mir damit sagen:“Bleib doch ruhig und lass mir noch etwas Zeit.“ Also werde ich warten und Tee trinken. Zum Glück trinke ich gerne Tee…